Quo vadis 1a-Lage?

„Immobilien Zeitung“ vom 05.03.2015

Christoph Meyer von CM Best Retail Properties in Berlin erklärt: „Jeder Vermieter in der Ia-Lage will eine Schallmauer durchbrechen, ein Preisbrecher sein.“ Vor allem deshalb würden die Mieten ständig steigen. Man müsse diesen Wettbewerb nicht mitmachen, könne sich als Vermieter auch mal mit 90% der Spitzenmiete zufriedengeben.

„Wenn ich nicht den Anspruch habe, immer im absoluten Top-Segment mitschwimmen zu müssen, ist die Ia-Lage die absolut sicherste Vermietung, die ich kriegen kann.“ Geschichten wie die von der Schildergasse oder von Schuh-Leiser auf der Zeil (siehe „Drei kurze Geschichten aus der Ia-Lage“) sind für ihn kein Beleg dafür, dass etwas mit den Top-Lagen nicht stimme.

„Solche Geschichten hat es immer gegeben.“ Man müsse wissen, dass die Spitzenmieten in Ia-Lagen, wie sie die großen Maklerhäuser veröffentlichen, nur Annahmen für idealtypische Ladenlokale seien (80 bis 120 m2 Fläche, sechs Meter Front etc.). Diese Werte würden zwar möglichst aus tatsächlich abgeschlossenen Mietverträgen abgeleitet, seien aber „Extrapolationen“. „Es sind keine Vergleichsmieten wie beim Mietspiegel im Wohnungsmarkt oder Ist-Zahlen wie vom Gutachterausschuss. Es bleiben Einschätzungen, die man zwar aus einem bestimmten Datenkranz ableitet, deren Ableitungen aber doch meistens erstaunlich unwissenschaftlich sind.“

 

Quelle: „Immobilien Zeitung“ vom 05.03.2015; Autor: Christoph von Schwanenflug

veröffentlicht am: 05.03.2015


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